Diese Seite ist meiner großen Leidenschaft vorbehalten: dem Tae Kwon Do.
Sie ist als kleine Einführung für den LAIEN gedacht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Geschichte:
Das Taekwondo kommt ursprünglich aus Korea und wird dort seit über 2000 Jahren praktiziert.
Unter dem Namen Taekwondo wurde es allerdings erst 1955 vom koreanischen Generalmajor Choi Hong-Hi
vereinheitlicht. In der Folgezeit breitete es sich schnell in der ganzen Welt aus.
In Deutschland löste sich das TKD 1981 durch Gründung der Deutschen Taekwondo-Union aus dem
Deutschen Judobund heraus.
1988 war Taekwondo zum ersten Mal Demonstrationsdisziplin bei der Olympiade.
Zum Namen:
TAE bedeutet Fuß, steht also für die Fußtechniken.
KWON bedeutet Faust und steht für die Handtechniken.
DO bedeutet "Weg", auf den sich der Lernende begibt.
Der Anfänger wird Taekwondo primär als Kampfsport betreiben, je intensiver man sich aber mit der Materie beschäftigt,
desto deutlicher wird es dem Übenden, dass es sich um eine Kampfkunst handelt, in der ein
Prinzip lebendig ist: Das Streben nach Vollkommenheit.
Auf dem Weg dahin vervollkommnet man Geist und Charakter. Man übt sich in Geduld und Ausdauer,
wird leistungsfähiger und das Selbstvertrauen wächst. Kampf und Bruchtest fördern Mut
und Entschlossenheit, gleichzeitig wird hier nur Erfolg haben, wer diszipliniert
ist und verantwortungsvoll mit seinem Trainingspartner oder Gegner umgeht.
Im folgenden werde ich auf die einzelnen Elemente des TKD eingehen.
Grundtechniken:
Diese Techniken werden auch von Fortgeschrittenen und Meistern immer wieder geübt, weil auch ihre Ausführung immer weiter verbessert werden kann.
Die Grundstellungen dienen dazu, den Körperschwerpunkt je nach Anforderung
zu variieren, die Armtechniken werden genutzt zum Blocken, Schlagen und Stoßen, wobei ein kurzer Kampfschrei
ausgestoßen wird. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Beintechniken, auf die beim Taekwondo besonderer
Wert gelegt wird, da hier noch mehr Kraft entwickelt werden kann.
Kampf:
Gekämpft wird beim Taekwondo mit umfangreicher Schutzausrüstung, im Vordergrund steht hier das
körperliche und geistige Messen mit einem anderen Wettkämpfer.
Schläge sind nur zum Brustbereich erlaubt, Tritte nur über Gürtelhöhe. Ein Kampf dauert drei mal drei
Minuten, dazwischen liegt immer eine einminütige Pause.
Zur Vorbereitung auf Wettkämpfe dient das Sparring, bei dem nur leichter Kontakt erlaubt ist.
Beim so genannten Drei(2;1)-Schritt(e)-Kampf, bei dem verschiedene Kombinationen von Angriffen und
Abwehrtechniken erprobt werden, enden die Angriffstechniken kurz vor dem Körper des Trainingspartners.
 Formen:
Das Laufen von Bewegungsformen (Poomse oder Hyongs) festigt die erlernten Techniken und simuliert
wirkungsvoll eine wirkliche Kampfsituation. Eine bestimmte Abfolge von Bewegungen wird hier gegen
imaginäre Gegner angewendet, wichtig zu einer harmonischen Durchführung ist das wirkliche Verstehen
der einzelnen Techniken, wodurch die Formen eine wichtige Aufgabe der Kampfkunst Taekwondo erfüllen.
Bruchtest:
Zum Erproben einer Technik auf ihre Wirksamkeit dient der Bruchtest. Nur wenn die Techniken exakt ausgeführt
werden und die geistige Haltung stimmt, bricht das Material ohne Verletzungen zu verursachen.
Daher ist der Bruchtest auch erst in den höheren Gürtelprüfungen Pflicht.
Als Material dienen meist Fichtenholzbretter mit einer Dicke von 1,5 bis 3 cm.
Selbstverteidigung:
Auch Selbstverteidigungstechniken und Stockkampf werden im Taekwondo erlernt, stehen aber nicht im Vordergrund.
Die Stärken des Taekwondo liegen vielmehr darin, den Gegner erst gar nicht an sich herankommen zu lassen und
ihn mit kurzer aber geballter Kraft völlig auszuschalten, anstatt zu warten, bis er nah genug zum Würgen ist.
Für eine umfassende Kampfschulung ist es aber unerläßlich, auch die Selbstverteidigung gewissenhaft zu lernen,
oft werden dazu Techniken der darauf spezialisierten Kampfkünste Ju-Jutsu, Aikido, etc. übernommen.
Schluß:
Ich hoffe, dass mir keine inhaltlichen Fehler unterlaufen sind und alles für Anfänger verständlich war - für
konstruktive Kritik bin ich immer dankbar! Wer sich mehr für Taekwondo interessiert, der kann sich sehr gut
und ausführlich in zahlreichen Büchern des FALKEN-Verlages informieren.
Noch besser ist es aber, einfach mal beim Training eines Taekwondovereines zuzugucken, man wird dann sehr schnell
sehen, ob es einem zusagt, oder nicht. Und nicht vergessen: Die Anfangsphase ist am schwersten. Ist sie überwunden, kann man die Früchte seiner Arbeit genießen ;-)
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